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Keine Zeit gehabt!

 

Ich wurde am 29.12.2001 geboren und mein Instinkt sagte mir: Egal was Du tust oder fühlst, tue oder fühle es immer zu 100%. Das war mein Lebensmotto und ich hielt es immer ein...

 

 

Ich hatte 2 Geschwister und liebvolle Eltern. Gegen meine beiden Brüder habe ich sehr schnell gelernt mich durchzusetzen. Ich war nicht nur kräftig sondern auch sehr schlau. Bei meinem Züchter und dessen Familie war ich sowieso der Liebling: Klar, das einzige Mädchen und dann auch noch so schmuck J

 

Als ich nach 9 Wochen ein neues Zuhause bekam, habe ich das große Los gezogen. Ich durfte zu meiner großen Schwester Cessy. Am Anfang konnte sie mich nicht leiden, hatte wahrscheinlich Angst, das ich ihr was wegnehmen könnte. Aber nach 2 Tagen waren wir ein Herz und eine Seele. Sie war wie eine Mutter zu mir und brachte mir alles bei. Ich konnte Ihr aber auch noch so einiges beibringen: Zum Beispiel habe ich das Heulen eingeführt – Es war so schön anzuhören... Was ich aber nie verstanden habe, warum Frauchen und Herrchen immer schimpften, wenn wir viele, viele Strophen sangen...

 

Ich war ein kleiner Wirbelwind, welcher sich keine Zeit nahm. Ich musste doch noch so viel sehen, ausprobieren oder einfach nur laufen. Und ich konnte laufen und springen und haken schlagen! Ich liebte es sooo sehr!

 

Eine kleine Wissenschaftlerin war ich aber auch: So untersuchte ich die vibrierenden Handys, Toilettenpapier, Bücher, Pflanzen, Kuscheltiere usw... Leider wurden meine Forschungsergebnisse nie belohnt...

 

Am tollsten fand ich es, wenn ganz viel Besuch da war und das war oft. Alle kamen und brachten immer was besonderes für meine Schwester und mich mit. Die ganzen Menschen waren auch in den Urlauben immer dabei und Urlaube habe ich auch so einige gehabt... Da war z.B. Dänemark, wo ich über die Dünen geflitzt bin, am Meer vor den Wellen weggesprungen bin oder über die Hofmauer geschaut habe – Man weiß ja nie wer noch kommt.

 

Zuletzt war ich in Schweden und das war wirklich das größte für mich: Ich durfte jeden Tag wandern und rennen und mir alles anschauen und beschnüffeln. Auch nachts waren wir zusammen mit Frauchen und Herrchen in den Schutzhütten, wo wir übernachteten. Da habe ich auch alle anderen Wandrer verjagt. Schließlich bin ich ein Schutzhund und außerdem war die Hütte voll, wenn wir uns zu viert ausbreiteten... J

 

Wenn alle schliefen, war ich noch lange nicht müde. Ich könnte ja was verpassen... Was ich tat, tat ich mit 100%: spielen, kämpfen, jagen, heulen, rennen usw...

Bei meinen Gefühlen war es aber auch so: Ich liebte mein Rudel so sehr! Ich musste es Ihnen ständig zeigen und sie zeigten es mir!!!

 

Krank war ich nie. Ich war absolut fit und hätte Bäume ausreißen können. Na ja, manchmal habe ich sie einfach umgerannt. Kann ja mal passieren...

 

Ich muss sagen, ich habe viel mehr erlebt, als viele andere Hunde. Mein Leben war so voll Liebe und Abendteuer - Vielleicht wusste ich schon immer, dass ich keine Zeit haben werde...

 

 

Zum Gedenken an Dunja vom Ausschenkberg, welche mit 22 Monaten an einer Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) als folge einer Autoimmunkrankheit verstarb.

 

 
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